Ötztaler Breatlan

Dieses Rezept stammt von einem alten Ötztaler Bäcker, der mir bei einer Veranstaltung im Museum der Tiroler Bauernhöfe sein ganz persönliches Rezept verraten hat. Er hat aber ausdrücklich erwähnt, dass es im Ötztal viele verschiedene Variationen gibt.
Tiroler Zelten
Während der Weihnachtsfeiertage war der Zelten das bedeutsamste Festtagsgebäck der ländlichen und bäuerlichen Bevölkerung in Tirol. Der Zeitpunkt des Zeltenbackens und des ersten Anschnittes ist regional sehr unterschiedlich. Auch die verschiedenen Zutaten (Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze) spiegeln sowohl regionale (z.B. Bozner- und Lechtalerzelten)als auch soziale (z.B.Herrenzelten bzw. Zelten für die Mägde)Unterschiede wider. In vielen Gegenden Tirols wurde am 21. Dezember (Hl. Thomas) der Zelten gebacken.
Grisch´n Brot
Beim Mahlen von Getreide wurden Spelz und die Faserstoffe (Kleie) ausgesiebt. Diesen ausgesiebten Teil bezeichnete man als Grisch´n. Dieser Teil wurde manchmal beim Backen wieder verwendet. Nach den heutigen ernährungsphysiologischen Erkenntnissen ist dieser Teil des Getreidekornes aber besonders wertvoll (verdauungsfördernde Faserstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente). Of´n Totscha (Kartoffelbrot)
Totscha ist eine alte Tiroler Bezeichnung für Kartoffel. Durch den hohen Stärke- und Wasseranteil bekommt das Brot eine besondere Krumenstruktur und eine längere Haltbarkeit. Im Bäckereifachhandel wird das Kartoffelbrot auch als "Pusztabrot" bezeichnet.Osttiroler Kübelmilchbrot
Kübelmilch ist eine alte Tiroler Bezeichnung für Buttermilch. Durch die milden säuerlichen Inhaltsstoffe der Buttermilch erhält das Brot eine ganz neue Geschmacksnuance. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Buttermilch erhöhen auch die ernährungsphysiologische Wertigkeit.
