Der Backofenkrieg

 

 Eine Episode aus dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763)

backofenkrieg1König Friedrich der Große war bekanntlich ein kühner Draufgänger, der sehr gern „bataillierte“, das heißt Schlachten schlug, auf die seine methodischen Gegner so gar nicht vorbereitet waren. Dieser kühne Mut hat jedoch den großen Feldherrn manchmal in schwierige Lagen versetzt. Das schwerste Jahr war der Feldzug 1759. Es brachte den König der Verzweiflung nahe; durch einige Stunden hindurch mag er an Thronentsagung und an Selbstmord gedacht haben. Und dies alles nur, weil die Bäcker einer seiner Armeen am Backen verhindert waren. Man muss sich die Lage des Königs vorstellen.

Im Norden standen Schweden auf preußischen Boden; im Westen Franzosen und die Reichsarmee unseligen Gedenkens, im Süden die Österreicher und im Osten die Russen. Alle bestrebt, den „Marquis von Brandenburg“ zu erledigen. Die Schweden und die Franzosen fürchtete der König nicht; was ihn beunruhigte, war die mögliche Vereinigung der Russen mit den Österreichern. Gelang diese, dann schwand die sichere Aussicht auf einen Sieg dahin. Der Österreicher rührte sich aber vorerst nicht; er wartete auf den Abmarsch der Moskowiter.

 

 

Als der Guglhupf noch dem Bäcker gehörte

guglhupfJa, der gute, alte Gugelhupf aus einem „FEINEN HEFETEIG“ ist fast in Vergessenheit geraten. Übrig geblieben ist die besondere Backform, die in der Gegenwart fast ausschließlich für eine dunkle, helle oder gemischte (Marmorkuchen) Sandmasse verwendet wird.

Das war nicht immer so. Früher war in den Gewerbeordnungen der Bäcker und Konditoren noch genau unterschieden worden, welche Produkte im Bereich der Feinbäckereien der Bäcker und welche der Konditor herstellen darf. Die Anteile von Zucker, Eiern und Butter im Verhältnis zum Mehlgewicht waren dabei zu berücksichtigende Kriterien.

Besondere Berühmtheit, ja fast könnte man sagen Weltruf, erlangte dabei die „Wiener Feinbäckerei“. Ein Klassiker war in diesem Zusammenhang der „Wiener Gugelhupf“. In einem über 100 Jahre alten Fachbuch war folgende Rezeptempfehlung und Beschreibung zu entnehmen:

Der Zelten und sein mystisches Gedankengut

ZBaBh11Der Zeitpunkt des Zeltenbackens und des ersten Anschnittes ist regional sehr unterschiedlich. In vielen Gegenden Tirols wurde am 21. Dezember (Hl. Thomas) der Zelten gebacken. An diesem Tag wurden auch vierspeichige Wirbelräder, Thomasradl oder Thomasringl genannt gebacken und an Kinder verschenkt. Die längste Nacht des Jahres war begleitet von allerlei abergläubischen Gedankengut.

Der Backofen und seine Stellung in der bäuerlichen Architektur in Tirol

Anfeuern mit Geraeten2 150x150Mit dem Beginn der Sesshaftwerdung während der Jungsteinzeit kam es innerhalb oder außerhalb der Wohngruben zur Ausmauerung von Feuerstellen. In dieser Entwicklungsphase dürfte eine Vorstufe des germanischen Backofens entstanden sein. Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines geschlossenen Backraumes war allerdings die Kultivierung und der systematische Anbau von Ährengräsern (Getreide).


Brot zwischen göttlicher Verehrung und Aberglaube

demter 150x150Das Brot als besonders kraft- und lebensspendendes Nahrungsmittel war natürlich auch eingebunden in bestimmte Glaubensvorstellungen der Menschen. Die Vorstellung von übersinnlichen und übernatürlichen Kräften erfasste alle Lebensbereiche, natürlich auch den Ackerbau von der Aussaat zur Ernte, und letztendlich bis hin zur Brotherstellung.

 

EINFACH

  • nur ein Grundrezept für viele verschiedene Brot- und Gebäcks Sorten
  • Fachwissen in Form einer „KLEINEN ROHSTOFFKUNDE“ und den „5 GOLDENEN BACKREGELN“
  • alle Rezepte sind auf die häuslichen Möglichkeiten (Backrohr) abgestimmt

SICHER

  • mit nur 5 Regeln („DIE 5 GOLDENEN BACKREGELN“) zum sicheren Backerfolg
  • Grundrezept gilt für alle Brot-/Gebäcksorten, das schafft Routine und Sicherheit
  • Sie wissen was im Brot drin ist und welche Zutaten verwendet wurden.

GESUND

  • Sie bestimmen den ernährungsphysiologischen Wert der Zutaten
  • Sie bestimmen den Anteil von Vollkornmehlen und Bioprodukten
  • Keine Zusatz- und Konservierungsstoffe

PERSÖNLICH

  • Sie bestimmen über die Qualität (z.B. Biogetreide) der Zutaten;
  • Sie bestimmen die Geschmacksrichtung durch Zugabe von besonderen Zutaten (Gewürze, Samen, Saaten usw.)
  • Sie können, ausgehend vom Grundrezept, neue Brotrezepte kreieren

Meine Person

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Mag. Karl Eller vulgo Tiroler Eigenbrötler
Bäckerlehre, 3 Gesellenjahre, Abendschule, Matura,
Lehramtsprüfung, Studium der Geschichte und Volkskunde,
Referent und Kursleiter zu folgenden Themen:
Brotgeschichte allgemein, Brotgeschichte von Tirol, Brot und
religiöse Verehrungsrituale, Alte Tiroler Brotrezepte, Brot der
Tiroler Bergbauern, Brotbacken einfach gemacht usw.